Löscht die Menschheit sich selbst aus?

Bezugnehmend auf die Mitteilung, gekoppelt mit der Umfrage, unter der o.g. Überschrift, die im T-online ticker (18.11.2010, 20:58 Uhr | t-online.de) veröffentlicht wurde, löst in mir  ein gewisses Unbehagen und Empörung aus, so das ich nicht umhin komme etwas dazu äußern zu müssen. Wie schizophren sind wir eigentlich. Auf der web-site kann man abstimmen, ob sich die Menschheit, also wir, uns selbst auslöschen werden oder nicht. Geschmackloser geht es kurz vor dem Fest der Liebe schon nicht mehr. Ist es ein Test von Elians (Außerirdischen) oder sind bestimmte Meinungsmacher, die auch noch andere ausspionieren, so dekadent, das sie zum nächsten Schlag ausholen. Was sie dabei vielleicht vergessen haben ist, es betrifft alle, also auch sie! Oder glauben sie etwa, das sie, eine kleine zufällig ausgewählte Personengruppe, durch Bruce Willis im Teil 7 von „Stirb langsam“ noch errettet werden? Wenn wir so weiter palbern und nichts unternehmen, müssen wir uns an eine neue Form von Endzeitfilmen gewöhnen. Am Ende wird auf „father“ Taste gedrückt, das Bild geht ganz langsam aus und kein Mensch ist mehr am Leben. Wir sollten klüger sein als die Dinosaurier und „auf hören schneller am dem Ast zu sägen, auf dem wir sitzen, als uns Flügel wachsen“, um es mit einem ehemaligen Rockpoeten und Baggerfahrer zu sagen.   Ist es nicht eher an der Zeit, Kräfte zu mobilisieren, die das Wissen nutzen, die Erde bewohnbar zu erhalten, nachhaltig? Wenn wir in den heutigen Fahrwassern, Marktwirtschaft, ob sozial oder ungebremst, ist doch nur noch Fassade,weiter herum wurschteln, ist Mutter Erde bald am Ende. Unser Profit ist der Erde Verlust und am ende müssen wir auch feststellen, das Geld ungenießbar ist! Wer von der Vorstellung ausgeht, das wir nur unseren Wohlstand auf alle übertragen  müßten, hat vergessen das dies die Lösung aller Bremsen auf dem Abhang des ökologischen Gleichgewichtes darstellt und uns nur noch schneller an den Rand einer nicht mehr beherrschbaren Katastrophe bringt. Wir brauchen keine Atombomben, um uns auszulöschen, wir brauchen nur alle Ampeln auf grün stellen! Ich glaube, bestimmte Kreise sind gerade dabei, dies zu tun (Globalisierung)! Globalisierung ist keine Erfindung der Neuzeit. Zu allen Zeiten gab es Menschen, die mit anderen Menschen in Verbindung traten, um sich mit ihnen auszutauschen. Und es gab auch schon Zeiten, wo dies nachhaltiger und öffentlicher stattfand. Daran müssen wir uns ein Beispiel nehmen. Menschen zogen aus, um von anderen was zu lernen und brachten dieses Wissen mit nach Hause. wir sollten also mit offenen Augen durch die Welt gehen und uns überlegen, auf was wir kollektiv verzichten können und wollen, bevor alle Maßnahmen des Protektionismus nicht mehr ausreichen, die Flüchtlingstörme von der zivilisierten Welt fern zu halten. In den letzten Jahren sind nach offiziellen Angaben mehr als 15.000 vor der europäischen Mittelmeer- und Atlantikküste ertrunken (die Dunkelziffer liegt noch wesentlich höher).  Statt dessen  ziehen wir nur aus um anderswo ein besseres Geschäft zu machen oder stellen uns als den Nabel der Weisheit und als Moralapostel hin, wenn es um andere Kulturen geht. Haben wir seit der Entdeckung Amerikas nichts dazu gelernt?

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Über muzungumike

Interesse an internationalen Ereignissen, die wenig oder keine Beachtung in der Medienwelt finden, z.B. reale Entwicklungshilfe, lustige Anekdoten, Länderkunde etc.
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