Schnee liegt in der Luft

Robert Nyagah | NATION | Herr Flavio Briatore kam mit seiner Familie für einen Urlaub im letzten Monat nach Malindi. Die Familie war zu ihrem Hotel Lion in the Sun Spa gefahren nach dem Herrn Briatore's Privat-Jet am Flughafen von Malindi landete.

Jeder wird jetzt fragen, wie sich der Winter wohl in so subtropische Regionen verirren kann, herrscht doch da gerade Hochsommer. Klimawandel? Das war hier nicht gemeint.

Da hat sich nun also auch eine weitere (un)rühmliche Persoenlichkeit in Malindi eingefunden, Herr Maestro Flavio Briatore, Italiener seines Zeichens nach, weiße Weste mit überdurchschnittlichen, durchsetzungsfähigen Ellenbogen. Da ich kein Fan vom Formel 1 Zirkus bin und ich mir schlecht Namen merken kann, schwante mir zwar etwas, aber ich mußte mich doch erst einmal vergewissern. Ich stellte fest, ja er ist es.

Auf Grund eines „angeordneten Unfalls“ hatte man ihm, unter lauten Unschuldsbekundungen seiner seits, 2009 auf Lebenszeit aus diesem Geschäft verbannt. Schon ein halbes Jahr spaeter einigten sich der Internationale Automobilverband (FIA) mit Herrn Briatore und die Sperre wurde aufgehoben. So geht es zu im Haifischbecken. Auch zu vor hatte sich der ehrenwerte Herr nicht mit Ruhmeslorbeeren bekleckert, hatte er in der Vergangenheit manche Haftstrafe im Exil abgewartet, bis sie in Italien nicht mehr rechtskraeftig war. Auch mit Frauen soll er sehr locker umgehen. Selbst unsere gute Heidi Klum soll ihn mal verfallen gewesen sein. Was Geld so alles ausmacht!

Nach dem er zuvor das Luxushotel Lion in the Sun Resort erworben hatte, soll nun  noch ein Resort der Milliardäre am Strand errichtet werden, so richtig nach dem Geschmack des alten Jaegers und Hochseeanglers E. Hemingway, der an diesen Gestade auch gelandet war und sich an dem wunderbaren Meer mit seinen grossen Fischen und den schoenen Frauen entzueckt haben soll. Damit befindet er sich in guter Gesellschaft. Da dieser Lebensstil ohne Drogen, wie Kino ohne Film waere, laesst sich ausrechnen, was im backstage neben russischen Stoer, kubanischen Rum und franzoesischem Champagner auf dem Spiegel noch serviert werden wird.

Um die hiesigen Persoenlichkeiten zu beschwichtigen oder erst gar nicht zu beunruhigen, hat er gleichzeitig in seiner Eigenschaft als Fussballliebhaber gleich noch eine Spendenaktion, auf Suaheli Harambee, lasst uns alle an einem Strick ziehen, fuer die U 17 ins Leben gerufen. Damit muessen zukuenftig die jungen Spieler aus Kenia nicht mehr in Schweden und Norwegen frierend ihr Legionärsdasein fristen. Erste Erfolge stellen sich schon ein. Der ueberaus erfolgreiche und hoch verschuldete Spitzenverein  FC Inter Milan hat grosses Interesse an den kenianischen Talenten gezeigt.

Anmerkung 11/01/08

Die kenianischen Behörden haben heute festgestellt, das private Luxusvillen und Clubs an der Küste beliebte Umschlagplätze für Drogen sind. Kein Kommentar euer Ehren!

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