Afrikanische Söldner im Einsatz gegen libysche Demonstranten

Malaysian anti-riot police stand alert at the main entrance of the Libyan embassy during a protest rally against Libyan leader Muammar Gaddafi in Kuala Lumpur on February 23, 2011. AFP PHOTO / Saeed Khan

Was bei uns in den Schlagzeilen der letzten Tage vermutet wurde, kann als Gewissheit angenommen werden. Um gegen die Demonstranten in Libyen vorzugehen, verließ sich Staatschef Muammar Gaddafi nicht auf seine eigenen Soldaten, schon vor dem Eskalieren der Auseinandersetzung ließ er laut Daily Nation (24.02.2011) aus verschiedenen afrikanischen Ländern Söldner nach Libyen einfliegen. Wie Herr Nouri Al Misrahi dem Sender Al Jazeera in einem Interview mitteilte, befinden sich unter den Söldnern arbeitslose Soldaten, Polizisten und Offiziere aus Mali, Tschad, Ghana auch Söldner aus Kenia. „Er stellte klar, dass sie nicht offiziell von ihren Regierungen geschickt, aber als Freibeuter direkt durch das Regime rekrutiert wurden, um libyschen Dissidenten zu jagen und zu töten, da die bewaffneten Polizisten und Soldaten Gaddafis ihn verließen und „mit dem Volk gingen““. (DN)

Weiter liest man in diesem Artikel, das: „Air Force Major Rajib Feytouni sagte, er habe persönlich 4000 bis 5000 Söldner in einem Air Force Base des libyschen Militär’s erlebt, die mit Transportflugzeugen seit dem 14. Februar, einige Tage vor dem Aufstand, begonnen wurden einzufliegen .“ (DN)

Von Seiten der kenianischen Regierung wurden die Kenntniss, das Söldner aus Kenia in Libyen gegen die Demonstranten eingesetzt werden durch den Regierungssprecher Alfred Mutua bestritten. Allerdings räumte er ein, der pensionierte Soldaten und Polizisten in privaten Unternehmen in Krisengebieten die Sicherheit für Auftraggeber gewährleisteten. So waren sie zum Beispiel auch in Ländern wie Afghanistan und im Irak im Einsatz.

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4 Antworten zu Afrikanische Söldner im Einsatz gegen libysche Demonstranten

  1. Pingback: Ist Libyen Hinterhof europäischer Flüchtlingspolitik ? | Muzungumike's Blog

  2. mzungumike schreibt:

    Hallo Martin,
    ich bin ja schon derbe Sachen von dieser Regierung gewohnt, aber darüber kann ich einfach nichts schreiben, mir geht blos das Messer in der Tasche auf. Glaubst Du Prinzessin Angela, Missis Guido W, Her Schnäubele und KTvG haben das nichts gewußt. Das ist verletztes Völkerrecht, d.h. ….
    Hier der Artikel dazu: http://nachrichten.t-online.de/fluechtlingsdrama-im-mittelmeer-ein-pakt-mit-dem-teufel/id_44714928/index … und wir schauen weg. 1945 hat von den Vernichtungslagern auch niemand etwas gewußt….der Schoß ist noch fruchtbar, aus dem das kroch (b.b.)
    Ich krieg die Tür nicht zu.
    Die Kampfflugzeugspezialeinhaeiten von „EO“ kamen alle einschl. Bodenpersonal aus der Ukraine. War für mich genau so erschreckend…

    Noch was zur Unterhaltung: http://www.youtube.com/watch?v=SGD2q2vewzQ
    ODER: http://www.youtube.com/watch?v=OwrMroEiHj0&feature=relmfu

  3. mzungumike schreibt:

    Da ist der Wunschtraum Vater des Gedanken. ob er in Erfüllung geht, bleibt abzuwarten. Wenn selbst der Schweizer Kanzler nach Tripolis eilen mußte, um sich persönlich bei seiner Exzellenz zu entschuldigen. Ich laß mich gern eines Besseren belehren….

  4. Dr. Martin Bartonitz schreibt:

    Ja, solche Söldner kommen nicht so leicht in die Lage, auf die eigenen Verwandten zu schießen. Ein ziemlich perverser Schachzug. Gut, dass man die Gadaffis vor das Gericht bringen will.

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