Harte Zeiten für TeearbeiterInnen in Nandi

Top-Manager und Beamte aus Kenia Plantation Workers Union und Landwirtschaft haben beschlossen, das Personal auf Grund des trockenen Wetter verkürzt arbeiten zu lassen. Foto / FILE DN

Neben vielen Kulturfrüchten wird in höher gelegenen Gebieten seit reichlich 100 Jahren in Kenia auch Tee angebaut, der durch sein würziges Aroma bekannt geworden ist. Er hat sich auf Grund des günstigen Klimas zum Beispiel in der Nandi-Region, im Rift Valley, benannt nach der dort beheimateten Stammesgruppe zu einem der führenden Exportartikels des Landes entwickelt. Rund 18.000 Arbeiter und vorrangig Arbeiterinnen sind in dieser Region mit der Ernte des schwarzen Goldes beschäftigt.

Der Segen für die Beschäftigten wird immer spärlicher. Die lang anhaltende Dürre fordert dieses Jahr auch hier seinen Preis, so das nur noch an 2/3 der Tage der Tee geerntet wird. Bei inflationär steigenden Nahrungsmittelpreisen, geschuldet durch die immer knapper werdenden Nahrungsmittelreserven, stellt der Verdienstausfall für alle eine weitere Schwierigkeit dar, die eigenen Familien durch zu bekommen.

Aber es droht noch aus einer anderen Richtung Gefahr für die Teepflückerinnen. Seit den letzten Jahren zieht verstärkt auch die Mechanisierung in diesen Landwirtschaftsbereich ein. Zur Zeit sind fast 10 Prozent der Beschäftigten bedroht, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Die Verhandlungen mit der Gewerkschaft, Kenia Plantation and Agricultural Workers Union (KPAWU), die nur einen Fünftel der Belegschaft repräsentieren, verlaufen seit vorigem Jahr trotz Streik ergebnislos.

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