Aktive Hilfe für Baraka Primary School durch Jambo e. V.

Schüler der Baraka Primary School Tansania / Fotot Melanie Martin

Es ist ein wunderbarer Augenblick, wenn man feststellt, daß man mit seiner Lebenseinstellung nicht allein ist und auf Gleichgesinnte stößt. Ja, es gibt sie, die Solidarität von Herz zu Herz, die Entwicklungshilfe und Aufbauwille nicht an Gewinnmargen oder Renditen festmacht, sondern einfach damit beginnen.

In meiner Zielstellung hatte ich mir vorgenommen auch über Hilfsprojekte in Afrika zu berichten, da sie mir auf Grund meiner eigenen Erlebnisse verständlicher Weise ans Herz gewachsen sind. Wie es also der Zufall nicht wollte, weil es den ja bekanntlich nicht gibt, stieß ich vor wenigen Wochen auf einen jungen Verein mit dem wunderschönen Namen Jambo e. V.“. Jambo ist Suahili und heißt „Hallo“. Er hatte sich erst im diesen Jahr gegründet, da den Gründungsmitgliedern ähnliche Erfahrungen zu Teil wurden, die sich in dem Entschluß manifestierten, einen Verein ins Leben zu rufen, um vor Ort kleine aber sichtbare Veränderungen herbei zu führen. Der Verein setzt sich als Ziel Projektpatenschaften in Ost Afrika zu fördern. Wer meine Seite kennt wird diese Eintragung schon vor Wochen gelesen haben, da ich seit Anbeginn meiner Aktivitäten, wie es schon der Name meines blog’s verrät, mich diesem Anliegen widme. So ist es mir heute mehr als ein Bedürfnis, davon zu berichten.

Es ist nicht die erste Bekanntschaft, die ich hier in diese Richtung schließen konnte. So fand ich zum Jahreswechsel Mike O., aus Texas, der  ähnliche Projekten in Uganda realisiert und schon eine Menge Erfahrungen gesammelt hat und children of Uganda, einer Schule für AIDS Waisen, die ich durch Frau Nazziwa Winnifred aus Uganda kennengelernt hatte. Auch gibt es zahlreiche Leser, die gern hier stöbern, weil sie Afrika und das Thema Entwicklungshilfe anspricht oder ihnen am Herzen liegt. So lag es auf der Hand, die Erfahrungen zu vernetzen und sie öffentlich zu machen.

Einige der Gründer, unter anderen  Melanie und Markus waren im vorigen Jahr in Tansania und besuchten dort die „Baraka Primary School“ in Mto Wa Mbu in der Nähe des Lake Manyara, in der hauptsächlich Kinder der beheimateten Massai zur Schule gehen. Sicherlich ist es für uns überhaupt nicht vorstellbar, daß zum Beispiel Schule fast ohne Lehrbücher und ohne elektrischen Strom vor sich gehen kann. Dort ist es tägliche Realität. So richteten sie im vorigen Jahr Brieffreundschaften ein, damit die Kinder sich über ihre Lebenserfahrungen und ihre Kultur austauschen können.

Nun steht in vier Wochen die nächste Reise nach Mto Wa Mbu an und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Es ist nicht ganz so einfach alles logistisch hin zu bekommen, ist man doch bei allem was man mitnehmen will, an bestimmte Abmaße und Gewichte gebunden, damit es auch von der Fluggesellschaft noch transportiert wird. Dies kenne ich auch aus eigener Erfahrung. Es kommt noch hinzu, daß mit jedem Stück, was man im eigenen Gepäck verpackt, natürlich auch weniger für sich selbst mitnehmen kann.

Mathe Tafel / Foto Melanie Martin

Die Probleme sind fast unübersehbar, so fehlt es sprichwörtlich fast an allem. Die Schultafeln so abgenutzt, daß die Schüler schon fast nichts mehr lesen können, es fehlt an Stiften und Heften und bei einem Unwetter ist das Küchengebäude eingestürzt und eine autarke Stromversorgung würde auch viele weitere Dinge erleichtern.

Aller Anfang ist schwer, aber beginnt immer mit dem ersten Schritt, auch wenn dieser bescheiden ausfällt. Er wird ein Zeichen für die Zukunft setzen und Hoffnung für viele Kinder darstellen. So haben sich der Verein für dieses Jahr vorgenommen, die Tafeln wieder instand zusetzen und mit der Schulleitung alle weiteren Aufgaben zu besprechen.

Da stellt sich nun die Frage, wie finanziert man diese Hilfe. Der Verein setzt auf Transparenz, so daß jeder, der den Verein durch seinen Mitgliedsbeitrag oder als Sponsor unterstützt, nachvollziehen kann, wie sein Geld verwendet wurde. Verwaltungsaufwand und Reisekosten werden finanziell nicht unterstützt und wird vollständig ehrenamtlich geleistet oder privat getragen, damit möglichst alle Mittel den Projekten zu Gute kommen. Ich würde mich freuen, wenn ich hiermit vielleicht auch zukünftige Mitglieder und Förderer angesprochen zu haben, denn ich mache kein Geheimnis draus, auch ich werde den Verein mit meinen Kräften unterstützen.

So möchte ich mit einem Swahili Wort den Artikel beenden – „Harambee – Laßt uns was gemeinsam tun!“

Fotos wurden durch den Verein Jambo e. V. in freundlicher Zusammenarbeit zur Verfügung gestellt und sind copyright by Melanie Martin
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