Urayaku – mein Wasser – unser Wasser!

Wer versucht dieses Wort nachzuschlagen, wird vergeblich danach suchen, es ist eine Wortschöpfung, ein Kunstwort von Fernando. Ich habe seine Bedeutung  angefügt. Die iberoamerikanischen Kulturtage sind schon eine Weile Geschichte und die Bilder aus der Galerie wieder abgehangen. Manches Foto hat seinen Besitzer gewechselt und der Erlös kommt dem Projekt „Bajo Agua“ zu Gute. Doch lassen mich diese Bilder nicht wieder los.

Fernando Cornejo – Ecuadorianer und Fotograf ist in das Meer verliebt, in seine Flora und Fauna. Seine fotografische Reise beginnt im Jahr 2006 im Segelboot, als er sich entschließt, mit Kamera und Taucherausrüstung den Pazifik zu erkunden. Nachdem er auch in den Bergen Ecuadors war und dort die Unterwasserwelt festhielt, entsteht die Idee für die Ausstellung „Ecuador Bajo Agua“, die seit 2011 in Ecuador gezeigt wird.

Sein Ziel ist es, die Artenvielfalt visuelle zu „konservieren“ und die verschiedenen existenten Lebensräume zu zeigen. Durch diese fotografische Sammlung der vier Regionen Ecuadors – der Hochlandregion, dem Amazonas, der Küste und den Galapagosinseln – will er dem Publikum die Wichtigkeit dieser Lebensräume vor Augen halten – so auch hier in Deutschland. Die Schönheit und Artenvielfalt trägt diese Botschaft eines respektvollen Umgangs mit der Natur. Fernando Cornejo möchte mit seinem Werk dazu einladen, sich der Bedeutung des Wassers als einmaliger Lebensraum und damit auch dessen Achtung sowie dessen Schutz bewusst zu werden.

Aber sein Projekt geht noch einen Schritt weiter, nicht nur das er schlicht die Fotos ausstellt. Seine Ausstellung soll alle Sinne ansprechen und so gibt es neben der visuellen Darstellung, akusitsche und haptische Eindrücke der Unterwasserwelt, um sich in diese fabelhafte und so gefährdete Welt, die uns alle hervorgebracht hat, hinein zu versetzten.

Ursprünglich wollte ich an dieser Stelle ihn als Videobotschaft selbst zu Wort kommen lassen. Leider bin ich an der technischen Realisierung gescheitert und so kann ich es nur in dieser Form machen.

Hallo, mein Name ist Fernando Cornejo und ich heiße Sie recht herzlich Willkommen zur Fotosausstellung „Ecuador unter Wasser“.

Ich lade Sie ein, die verborgene Biodiversität unterhalb der Oberfläche des Meeres, der Lagunen und der Flüsse kennenzulernen.

„Ecuador unter Wasser“ ist mein Projekt in seiner eigenen Sprache – der Sprache der digitalen Fotografie. Das hauptsächliche Ziel ist es, zum Schutz des Wassers – als Quelle unseres Lebens – aufzurufen.

Es ist ein Aufruf für den Respekt vor dem Meer und eine Einladung die Kreaturen zu beobachten, die dort leben.

Daneben ist es mein Ziel, die Biodiversität, die in Ecuador existiert, vor der Welt auszustellen und Sie einzuladen diese wunderschöne Land zu besuchen.

Die Ausstellung „Ecuador unter Wasser“ ist im Yaku zu sehen, Teil des Wassermuseums von Quito. Dort werden Materialien genutzt, die alle Sinne ansprechen und deshalb besonders für Menschen mit Behinderung geeignet sind. Außerdem arbeite ich an der Produktion eines Buches über das Projekt.

Heute stelle ich Ihnen einen Teil dieses Projektes vor.

„Ecuador unter Wasser“ ist Teil meine Lebenswerkes, welches in der Entdeckung meines Landes Ecuador, des Amerikanischen Kontinents und der ganzen Welt besteht – auf der Suche nach Wesen, die nach Respekt und Schutz vor dem Menschen verlangen.

Jetzt ist es Zeit die Augen zu öffnen, jetzt schlägt die Stunde den Schmerz anzuschauen, den man unserer Mutter Erde angetan hat. Sie braucht und bittet um unseren Respekt. Jetzt ist der Moment gekommen in Harmonie mit ihr zu leben.

Es sind die einfachen, aber notwendigen Dinge, die wir zu tun haben – Stofftüten anstelle von Plastiktüten zu verwenden, Pfandflaschen und aufladbare Batterien zu benutzen, zu recyceln, wiederzuverwerten, mit unserem Abfall adäquat umzugehen, keine Suppe aus Haiflossen zu essen, den Konsum von Dosenfisch zu verringern, keine Kosmetikprodukte zu verwenden, welche mit Walen hergestellt wurden … Ich könnte noch mehr Dinge nennen, die wir vielleicht kennen und die uns logisch sind, um die wir uns dennoch nicht bemühen.

Ich lade Sie ein, sich mit Mutter Erde in Verbindung zu setzen, die hauptsächlich aus Wasser – unserer Lebensquelle! – besteht. Lassen Sie uns an die kommenden Generationen denken und konsequent handelnd.

Für weitere Informationen und um diese Initiative zu unterstützen besuchen sie einfach die Internetseite

www.urayaku.com.

Dankeschön!

Nehmen Sie sich die Zeit und lassen sich für 6 Minuten in eine wunderbare Welt entführen! Ich würde mich freuen, wenn es Ihnen genauso geht.

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Über muzungumike

Interesse an internationalen Ereignissen, die wenig oder keine Beachtung in der Medienwelt finden, z.B. reale Entwicklungshilfe, lustige Anekdoten, Länderkunde etc.
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2 Antworten zu Urayaku – mein Wasser – unser Wasser!

  1. Vallartina schreibt:

    Super! Danke für Link und Info!

  2. Elvira, die Quiltoma schreibt:

    Es ist eine wunderbare, mitunter skurille, fremde Welt. Gerade heute gab es in der Berliner Zeitung einen Artikel über die Ozeane: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2011/0730/magazin/0002/index.html
    Danke für dieses Post!
    Liebe Grüße
    Elvira

Kommentare sind geschlossen.