Über Gott und die Welt – die Antwort lautet 42

Dieser Beitrag entstand auf Grund des Artikels von Dr. Martin Bartonitz, „Folgen wir Ideologien, weil wir Sicherheit suchen und im Vertrauen folgen wollen? Wann ist der Mensch vollkommen?“

Tschuldigung, es könnte länger werden. Ich will mal versuchen meinen Ansatz dazustellen. Ich fange mal bei Gott an, Also ich glaube wir haben in uns alle ein höheres Prinzip, das verallgemeinert gern als Gott dargestellt wird. Ihr sprecht z. B. von der Ausdehnung des Universums. Ausdehnung hat 4 Dimensionen, rein mathematisch gesehen wird es schon durch seinen zeitlichen Fortbestand größer. Weiter kann ich diesen Thesen aber nicht folgen. Ich denke Materie an sich hat immer gewisse Grundintelligenz. Wie sollten sonst verschiedene Elemente sich bilden oder wie im Fall auf der Erde Verbindungen zusammenfinden, die Grundbausteine einer neuen Daseinsform der Materie darstellen, die sich aus sich heraus neu entwickelt, das Leben. Dazu gibt es eine ganze Menge von Phänomenen, die darauf hindeuten.

Kurz zur Bibel und da schließe ich an das Geschriebene gleich an. Sie ist aus unzähligen Sinngeschichten zu einer Zeit entstanden, wo sie noch von Mund zu Mund weiter erzählt worden ist und weil man viele Dinge nicht belegen konnte, hat man Umschreibungen benutzt oder aus der Umkehrung Schlüsse gezogen, weil  die Wiederkehr des Leben ja auch am Ende sich wieder findet. Alte Menschen werden hilfsbedürftig wie Kinder und am Ende zerfällt der Mensch wieder zu Erde. Warum soll er dann nicht daraus entstanden sein. Wenn man den oben genannten Gedanken neu aufgreift, ist der Schöpfer unserer Existenz die Materie selbst, also in unserem Fall die Erde. Vielleicht haben unsere Vorfahren von vielen Dingen mehr gewußt, als wir heute annehmen? Ich denke schon. Wir haben unseren Wissenszuwachs industrialisiert, mehr nicht, was heißt, das bei gleichen Voraussetzungen ein Versuchsablauf immer den gleichen Verlauf nehmen müßte. Wir sehen es als wissenschaftlich erwiesen an, wenn es sagen wir mal 10.000 mal geklappt hat. Nur auf die Menge der gleichzeitig ablaufenden Prozesse, die sich ja laut Quantenphysik ja untereinander bedingen, ist diese Wissenschaftlichkeit Mumpitz. Unsere Vorfahren haben über zig Generationen ihr empirisches Wissen weiter gegeben und hatten immer noch Plan B in der Hinterhand, weil sie wußten, das es eine 100% Wahrscheinlichkeit nicht gibt. Wir verlassen uns darauf! Es stellt sich die Frage, warum haben wir sie eingeführt? Am Anfang stand der ehrliche Versuch tiefer in die Geheimnisse einzudringen, heute ist es meist ein Abgrenzungsgeschäft. Ich kann dem Weißkittel der alpecin Forschung einfach nicht mehr trauen. Die meisten Erkenntnisse werden doch nicht mehr zum Wohle des Menschen gemacht, sondern um neue Märkte zu erschließen . Dies schließt auch die Weltraumforschung ein.

Der Mensch ist schon ein wunderliches Wesen, es ist die einzige Spezies, die es wagt sich selbst aus zu rotten. Wo liegt die Ursache? Ich habe vor kurzen gelesen, belehrt mich wenn es jemand besser weiß, Kriege gibt es für einen relativ kurzen Zeitraum, in Bezug seitdem es Menschen gibt, obwohl die Werkzeuge, die Waffen, dazu schon seit Anbeginn vorhanden waren. Manche machen die zweite große Klimaveränderung, das Entstehen der Wüsten dafür verantwortlich. Ich denke, das war nur der letzte Auslöser, denn die Ursache war die soziale Entwicklung, d. h. die Akkumulation oder größere Ansammlung von Menschen auf einem Raum. Wenn ich mich recht erinnere, war das die Zeit des ersten Ägyptischen Reiches vor 5000 Jahren, wo man in alten Pyramiden Hinweise auf verheerende Hungersnöte gefunden hat. Der Mensch hat die Angewohnheit sich zusammen zu rotten und um so schwieriger und brenzlicher die Sachen wird um so dichter wird das Gefüge. Ist vielleicht sogar ein Naturgesetz, denn viele Tiere verhalten sich ja genau so, weil mit größerer Anzahl der Teilnehmer das Risiko des einzelnen sinkt. Deshalb bin ich auch skeptisch was die Schwarmintelligenz betrifft. Sie wird, wie wir es gerade jetzt erleben, durch eine zu große Anzahl von Individuen gelähmt oder sogar in ihr Gegenteil verwandelt. Nun wird sicherlich auch deutlich, warum ich nationale, bundesweite oder ähnlich gestrickte Modelle nicht bevorzuge. Eine in sich geschlossen Gruppe sollte nur die Anzahl an Menschen haben, die es zu seiner Selbstorganisation braucht. In Afrika werden „überzählige Mitglieder“ in die Städte geschickt, um etwas dazu zu verdienen. Das mag im ersten Augenblick grausam klingen und für den Einzelnen, den es betrifft, ist es das auch. Aber für den Gruppenfrieden ist es unerläßlich. Man opfert quasi ein Wesen für den Fortbestand der Gruppe, des Clan oder wie es auch immer heißen mag. Gerade dieser Tatbestand und das eindringen fremder Kulturen, macht ja gerade die Länder am Horn von Afrika zu dem sozialen Sprengstoff, den sie aktuell darstellen. Wenn wir in andere Kulturen (Inka) gehen, werden wir in der Geschichte ähnliche Rudimente finden, die dann zum Massenexodus der Menschenopfer geführt hatten. Wir können also festhalten, das wir uns nicht anders verhalten als die Ratte oder der Wolf.

Nun kommt die schwierigste Fragen, warum verhalten wir uns so. Aus meiner Sicht gibt es dazu zwei Komponenten, die wir vereinfacht als Selbsterhaltungstrieb definieren. Teil eins ist, das zwischen Realität und unserer Wahrnehmung eine zeitliche Differenz besteht und wir nur Dinge gewahr werden, für die wir ein geistiges Abbild haben. Jemand der die Zustände in Afrika, um bei meinem Beispiel zu bleiben nicht erlebt hat, kann sie sich nicht vorstellen. Aber das ist ja nicht alles. Wir sagen immer so schön wir sind Herr unserer Sinne, das lautet also wir bestimmen selbst was wir registrieren und was nicht. In „What the bleep“ wird gesagt das auf uns ca. 1 Mio. Reize pro Sekunde einwirken, auf Grund der gemachten Erfahrungen selektiert unser Gehirn 2000 für wichtig aus. Ich gehe mal davon aus, das mit jeder Sicherheitslücke die wir versuchen zu schließen, eigentlich das ganze Gegenteil erreichen. Wir entziehen dem Gehirn eine Schnittstelle, zur Realität. Wir machen uns also nicht sicherer sondern gefährden uns durch den Zaun den wir um uns ziehen, denn wir werden die Einzigen sein die darin hängen bleiben. Dieser Zaun nutzt nur dem der in aufstellen darf, das müßten wir doch nun schon gelernt haben oder?

Nun stellt sich noch die Frage nach der Vollkommenheit. Kazamoto hat es im Film „Der letzte Samurai“ für mich sehr treffend formuliert: „Vollkommen im Augenblick des Vergehens“. Das schließt ein, das wir in Leben nie Vollkommenheit erreichen werden, weil es die Fragen nach dem Sinn sonst ja nicht geben würde, die wir uns all zu oft stellen. Und da schließt sich ein Kreis für mich. Der Mensch ist aus den Paradies vertrieben worden, weil er es nicht unterlassen konnte, von Baum des Wissens zu kosten. Es ist müßig dafür nun die Frauen verantwortlich zu machen, weil unsere Vorfahren auch schon gewußt haben, das wir beide Prinzipien in uns tragen.

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Über muzungumike

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2 Antworten zu Über Gott und die Welt – die Antwort lautet 42

  1. muzungumike schreibt:

    Ich will es mal ganz trivial ausdrücken. vor etwa zwanzig Jahren sind Menschen mit Schildern rumgelaufen, „Wir sind das (ein) Volk“ da gab es einen mit einem Schild da stand drunter „…und ick bin Volker“. der hatte wahrscheinlich schon damals den Dreh raus 😉 Viele Grüße Mike

  2. Dr. Martin Bartonitz schreibt:

    Hallo Mike,
    „vom Baum des Wissens gekostet“. Auch Goethe hatte schon bemerkt, dass wer immer mehr weiß, immer unsicherer wird. Vielleicht ist es ja das, was Jiddu Krishnamurti meinte, wenn er fragt, ob das Denken an sich unser Chaos, die Kriege und den Hass auf die Welt bringt. Wenn wir weniger wüssten, hätten wir vermutlich weniger Angst und wäre damit auch viel glücklicher?
    Von Jesus überliefert Matthäus (5,3-12, 3) „Selig sind die, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. (wörtlich: Selig die Armen im Geist).
    Diese Einlassregel in das Himmelreich könnten so interpretiert werden, dass Jemand, der das Wissen um Eigentum nicht hat, es einfacher hat zu teilen. „Geben macht seliger als Nehmen“ hat auch Paulus noch erkannt. Hierin scheint exakt der Sinn des Lebens zu sein: wir wollen alle glücklich sein und übersehen in unserer heutigen Zeit, dass nicht der Konsum uns länger als ein paar Tage beselen kann sondern nur das Beschenken eines Menschen, dessen Glück in uns wiedergespiegelt wird. Und diese Beschenken selbst kann so einfach sein: ein Lächeln genügt!
    Ich hatte ja noch gefragt: Braucht es zum Glücklichsein den Staat?. Fazit: eigentlich nicht, denn unser eigenes Handeln im Beschenken macht uns sehr schnell und nachhaltig glücklich.

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