Harambee – Social Living Project – Entwicklungshilfe 3.0

Schon seit einer Weile liegt dieser Artikel in meinen Entwürfen. Ich bitte zu entschuldigen, das ich auf dieses Projekt jetzt erst aufmerksam mache, aber bei der Vielzahl der Aufgaben hat es ein „ehrenamtlicher Schreiber“ oft schwer, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Vor einem reichlichen halben Jahr, zum fünfjährigen Bestehen von Harambee e. V. habe ich schon auf die Schule in Kilifi, die von FrauVonwald initiiert wurde, aufmerksam gemacht. Heute erlebt hiermit diese Reihe ihre Fortsetzung. Hier scheint es mir geglückt zu sein, denn vor wenigen Tage jährte sich zum ersten Mal der Start zu Project „Social Living“ und gleichzeitig erschien ein Film über die unermüdliche Arbeit von Gabriela Vonwald an der Spitze des Vereines Harambee e. V.und von vielen Mitstreitern, die die Fortführung des Projektes unterstützen. Vor einem Jahr schrieb Frau Vonwald folgendes:

Unser Wohnprojekt wurde heute feierlich eroeffnet. Wieder ein Meilenstein in der Entwicklung und ein neues Baby, das auf die Reise geschickt wurde. Bin so stolz wie eine Mama nur sein kann.

6 Familien haben wir fuer diesen ersten Schritt ausgewaehlt, aber fuer zwei weitere ist schon ein Haus in Planung. Und wie schoen unsere Haeuser (Huetten kann man gar nciht mehr sagen) geworden sind. Jeweils Doppelhaushaelften, fuer jede Familie zwei Zimmer und ein geraeumiges Vorzimmer. Kleine Episode gleich dazu: Als Mama Nummer ein hineindurfte, hat sie gefragt, welcher Raum denn ihr gehoert von den beiden, sie dachte, wie sie es gewohnt war, dass in dem Haus nun vier Familien wohnen wuerden. Die Freude, als sie dann endlich begriffen hat, dass beide Raeume und der Vorraum ihr „gehoeren“ war einfach entzueckend.

In jedem Raum steht ein Bett mit Bettzeug und Moskitonetz, jede Wohneinheit hat eine Solarlampe. Beide Raeume und auch das Vorzimmer haben vergitterte Fenster, es ist hell und luftig. Der Kern der Haeuser ist zwar kenianische Lehmbauweise, wir haben das Ganze dann aber innen und aussen wetterfest verputzt und einen Boden gelegt (in schoenem Terrakotttarot). Die Waende werden Montag noch weiss gestrichen.

Ein Haus ist ganz fix fertig, das zweite wird es im Laufe der Woche, das dritte bis Mitte April. Dazu gibt es zwei scheone Toiletten und zwei Waschraume (fuer Waesche und sich selbst). Das Wasser kommt im Lauf der Woche, die Frauen haben schon beschlossen, damit ein kleines Geschaeft zu machen.

Sobald dann das ganze Baumaterial weg ist, bringen wir noch Pflanzen, zum Beispiel ein paar bluehende Straeucher, und zwischen den beiden Eingangstueren eines Hauses ein paar Buesche, die halbhoch werden als Sichtschutz.

Und es gab noch eine unglaubliche Fuegung. Beide Familien, die jetzt heute schon einziehen koennen, bekamen diese Woche von ihrem Vermieter die Kuendigung, waeren also auf der Strasse gestanden, und die vier Familien, die noch ein wenig warten muessen, haben uns um vier Wochen Zeit gebeten, weil sie noch den Vertrag erfuellen muessen.

Ich sage ja und ich spuere es immer wieder: Jemand haelt die Hand ueber uns.

Ganz liebe Gruesse an euch alle zuhause, wir machen weiter, dies ist erst der Anfang.

Gabi

Heute gehen mehr als  500 Kinder aus dem Umkreis von Kilifi in die Schule von Harambee, rund 30 Angestellte bewerkstelligen den Schulbetrieb, viele Firmen profitieren von der Investition in die Zukunft und sind feste Partner für die Schule geworden. Fimen und Einzelunternehmen aus ganz Europa beteiligen sich anteilig am Umsatz an der weiteren Finanzierung der Schule und des Baues von sozialen Einrichtungen, wie es die Doppelwohnhäuser für die Ärmsten. darstellen. Nun sind Einzelhäuser geplant, die nicht mehr auf den Territorium der Schule stehen, sondern auf den Grundstücken der Bewohner errichtet werden sollen. Selbst die Regierung Kenya ist auf das Projekt aufmerksam geworden und zeigt Interesse an dem Bautyp. Ja, es ist die Zeit angebrochen etwas wieder zurück zu geben. Harambee – „Laßt uns gemeinsam was unternehmen!“ Sehen sie sich den Film an. Dann erleben sie, das eine neue Zeit angebrochen ist, denn dieses Entwicklungsprojekt strahlt schon beispielgebend auf andere aus.

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Über muzungumike

Interesse an internationalen Ereignissen, die wenig oder keine Beachtung in der Medienwelt finden, z.B. reale Entwicklungshilfe, lustige Anekdoten, Länderkunde etc.
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