live ticker – aktuelles aus Kenia 06/13

Vertreter aus Samburu fordern schnelles Handeln der Regierung gegen Viehdiebe

In den letzten Wochen kam es erneut im Norden Kenias (Turkuna-Gebiet), wie in den letzten Jahren regelmäßig, neben Stammesfehden auch zu Übergriffen von Viehdieben aus dem Südsudan, bei dem es mehrere Tote und Verletzte gab. Bei einem heutigen Überfall der Diebe in Südsudan, im Grenzgebiet zu Kenia, wurden 33 Dorfbewohner getötet, deren Zahl sich noch erhöhen kann, weil viele Frauen und Ältere vor der Auseinandersetzung in die sumpfigen Gebiete geflohen sind, und mehr als doppelt so viele wurden verletzt. Ursachen für diese Konflikte sind Rebellen, die sich um David Yau Yau geschart haben, der nach der Wahlniederlage als Kandidat in Südsudan sich zum bewaffneten Kampf gegen die Regierung entschlossen hat. Erschreckende Einzelheiten über die Folgen des Terrors im Sudan findet man bei Amnesty International Chronik 2013,  und die Nachrichten bei Daily Nation Kenya, 33 Tote bei Angriff, 20.10.; Samburu Führer… 18.10. sowie fortführende link zu früheren Berichten)

Über 30.000 Flüchtlinge kehrten 2013 nach Somalia zurück

Flüchtlinge im Lager Daadab in Kenia. Über 30.000 Menschen aus Kenia und Äthiopien nach Somalia überquerten in diesem Jahr, allein im September  2.100 die Grenze zu Somalia Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe /FILE AFP

Flüchtlinge im Lager Daadab in Kenia. Über 30.000 Menschen aus Kenia und Äthiopien nach Somalia überquerten in diesem Jahr, allein im September 2.100 die Grenze zu Somalia Quelle: UNO-Flüchtlingshilfe /FILE AFP

Laut dem UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) Bevölkerung Bewegungsverfolgung wurde der Zuwachs nur durch humanitäre Partner möglich.

„Viele dieser Bewegungen sind saisonal oder zeitlich befristet und keine dauerhaften Rückkehr der Flüchtlinge in ihr Ursprungsland. Die Situation bleibt fragil und Bedingungen für eine groß angelegte Rückkehr sind noch nicht gegeben,“ sagte das  UNHCR in einem Bericht an das UN-Amt für humanitäre Hilfe, OCHA, der am Freitag veröffentlicht wurde.

Es wird erwartet, das in der kurzen Regenzeit von Oktober bis Dezember schätzungsweise 6.000 vertriebene Familien in ihre Herkunftsregionen  zurückkehren. „In der wichtigsten Regenzeit von April bis Juni,  wurden mehr als 1 700 Haushalte von Vertriebenen unterstützt, um in ihre Heimatregionen zurück zu kehren“, hieß es. 

Interior Kabinettschef Joseph ole Lenku sagte im letzten Monat, dass die Aufzeichnungen im größten Flüchtlingslager in Dadaab zeigen, dass einige Familien bereits zurückgekehrt und umgesiedelt in verschiedenen Teilen von Somalia. „Out of the Normalität zurückkehren tausende somalische Staatsangehörigen zu ihrem Land gegangen durch freiwillige Maßnahmen, ist ein Hinweis darauf, dass die friedliche Situation in Somalia sich verbessert  und gut für das Land ist“, sagte Lenku.

Kenia beherbergt schätzungsweise 650.000 Flüchtlinge aus dem Horn von Afrika und der Region der Großen Seen. Somalische Flüchtlinge in Kenia werden auf 500.000 geschätzt und die Zahl hat sich durch Turbulenzen und wiederkehrenden Dürren und der situation am Horn von Afrika noch erhöht. (Quelle: Daily Nation Kenya, 19.10.)

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