Maidan – eine menschliche Tragödie

f39715c-600-gasVon den Bildern der letzten Nacht bin ich tief erschüttert und kann das Gesehene schwer in Worte fassen. Es ist sicherlich eine schwierige Situation auf beiden Seiten. Da gibt es eine legitim gewählte Regierung auf der einen Seite. Über ihre Seriosität kann man sicherlich geteilter Meinung sein, wie in jeden anderen Land und sicherlich ist an den Behauptungen auch ein Teil Tatsache. Erlaubt es aber unser Rechtsverständnis deshalb einen Bürger-Kriegszustand zu erzeugen?

Auf der anderen Seite steht die Opposition, die von den enttäuschten Europäern oder besser gesagt ihren politischen und wirtschaftlichen Eliten hofiert wurde, bis zum Tage davor ohne deeskalierend Einfluß zu nehmen. Die Führer der Opposition müssen sich sagen lassen, keine guten Mittel und die Geschichte ist voll davon, gewaltloser Widerstand, gewählt zu haben oder es darauf abgesehen zu haben. Am Ende haben glühende Herzen für eine Sache das Leben gelassen und der Haß zwischen den beiden Lagern ist noch größer geworden. Eine Einigung wollte die Opposition nicht, sie wollte nur ihren Willen durchsetzen, koste was es wolle!

Mehr Worte will ich heute nicht verlieren, sondern einfach Bilder der letzten zwei Tage sprechen lassen…

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Quelle: Ukrainskaja Prawda „Війна на вулицях Києва. ОНЛАЙН“ (Der Krieg auf den Straßen Kiews)

Advertisements

Über muzungumike

Interesse an internationalen Ereignissen, die wenig oder keine Beachtung in der Medienwelt finden, z.B. reale Entwicklungshilfe, lustige Anekdoten, Länderkunde etc.
Galerie | Dieser Beitrag wurde unter Ukraine abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Maidan – eine menschliche Tragödie

  1. Martin Bartonitz schreibt:

    Das sieht wirklich übel aus. Auf dieser Basis kann doch kein guter Neuanfang möglich sein …

    • muzungumike schreibt:

      Es wird kein Neuanfang, dies hieße ja die Uhren auf beiden Seiten wieder auf Null zu stellen. Welche Seite will und kann das heute?

    • muzungumike schreibt:

      Martin es sieht nicht nur übel aus, es kann einem übel werden, was wir da für eine Spur hinterlassen. Teureungsrate für Lebensmittel in zwei Wochen 20%. Wir haben keine Ahnung, also die Masse, was wir mit unserer Untätigkeit, Passivität, dort anrichten…

Kommentare sind geschlossen.