Wo sind die Waffen in der Ostukraine her

Es hat in den letzten Monaten viele Behauptungen gegeben, das Russland die Waffen an die Milizen der Volksrepubliken Donezk und Lugansk geliefert haben soll. Beweise konnte weder die Regierung in Kiew noch ausländische Beobachter erbringen. Doch die Meldungen stehen im Raum und die eher halbherzigen Aussagen von Generälen und Politikern, das es keine Beweise für russischen Waffen in den Reihen der Milizen gibt, bleiben von den Vorwürfen überdeckt und der Zweifel, das Russland hier ebenfalls einen Stellvertreterkrieg führt, bleibt bestehen.

Es sicher unstrittig, das von den Vorgängen in der Ukraine direkt auch Russland betroffen ist. Demzufolge sind auch Ihre Interessen stark bedroht, durch den westeuropäischen Drang, Länder im Osten zu demokratisieren und unsere Werte zu verbreiten. Das wir bei diesem Versuch nicht immer mit offenen Armen empfangen werden, hatten wir vor rund zehn Jahren auch hier schon einmal erlebt. Nur wir vertauschen hier deutlich Ursachen und Wirkung. Der natürliche Reflex, sich versuchen zu verteidigen, manchmal sicher auch mit nicht ganz sauberen Mitteln, ist eine logische Schlußfolge. Denn Russland befindet sich damit in guter Gesellschaft mit dem Nordatlantischen Bündnis, die sich einen feuchten Kehricht um Konventionen und Menschenrechte scheren, wenn es um Ihre Interessen geht. Nur schreien sie immer dann laut auf, wenn andere Gleiches mit Gleichem vergelten. Es ist sicherlich notwendig, diese Form der Politik abzulöschen und die gemachten Schritte in Minsk konsequent zu unterstützen.

Wer in Anbetracht dieser Tatsache, von wem in den letzten Jahrzehnten und aus welchem Grund, Konflikte geschürt und Kriege angezettelt wurden, die Geschichte verfolgt, muß feststellen, das diejenigen, die behaupten, das Russland der Aggressor ist, darin meist verwickelt waren. Wenn man dazu noch in Erwägung zieht, was in diesem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion sich in den letzten 25 Jahren ereignet hat, wird erkennen, das es diesem Land wirklich nur darum geht, nicht tiefer in den Strudel der Spekulation und auf der anderen Seite der Massenverarmung hinein gezogen zu werden. In wie weit dies Russland, nicht allein Putin, gelingt, die selbst die selben wirtschaftlichen Interessen wie Europa und Amerika vertreten, gelingt, bleibt abzuwarten.

Die folgenden Bilder zeigen, wo ein Großteil der Bewaffnung herstammen. Da die ukrainesche Armee fast 65 Prozent seiner Bewaffnung verloren hat, dürfte im Donbass da kein Mangel herrschen. Da sie im Gegensatz zum Westteil, auch über ausreichend technischen Voraussetzungen verfügen, diese wieder flott zu machen.

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Drei Nachträge, die ich für beachtlich halte,  möchte ich hier noch anfügen.

1. Milizen bauten zerbombtes Bahnkreuz Debalzewo in nur 12 Tagen wieder auf.

2. Eine Nachricht aus Russland, die den Satz von Putin unterstreicht, das das Land erhebliche Anstrengungen unternimmt, um der Korruption Herr  zu werden und dazu führte das der inländische Sicherheitsdienst den Gouverneur von Sachalin samt Mitarbeiter verhaften und nach Moskau bringen ließ. Hier zum Weiterlesen der Artikel.

3. Da wir vor wenigen Tagen den internationalen Frauentag begingen, der dort ein offizieller Feiertag (ultimatives Frauenfest)  ist, hier noch einen schönen russischen Witz: „Mein Schatz“, sagt ein Mann zu seiner Frau großzügig. „Du brauchst heute nicht das Geschirr zu spülen, heute ist doch der internationale Frauentag! Du kannst das morgen machen.“

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